Im Algarve sein – eine Buchempfehlung

Heute möchte ich einen kurzen Hinweis auf ein Buch über den Algarve geben, das seinesgleichen sucht. Wie ich eben feststellen musste, wird es wohl nicht mehr neu aufgelegt, denn auf der Homepage des Autors Volker Gold sind nur noch einige Restexemplare zu einem günstigen Preis zu haben.

Mein Exemplar von "Im Algarve Sein". Der häufige Gebrauch als Reisebegleiter und zu Hause ist ihm deulich anzusehen!

Mein Exemplar von "Im Algarve Sein". Der häufige Gebrauch als Reisebegleiter, Rucksackinhalt und zu Hause ist ihm deulich anzusehen!

Dieses Buch kann ich jedem empfehlen, der etwas mehr über die Hintergründe des algarvischen Lebens wissen möchte, als es die herkömmlichen Reiseführer vermitteln. Es stammt aus der Feder eines absoluten Insiders, was man aus jedem Wort herauslesen kann, das in diesem Buch geschrieben steht. Wer mehr über die Lebensumstände im Algarve, über die Mentalität der Menschen, über wirtschaftliche Zusammenhänge, über die Landschaften und ihre Entstehung, über die Pflanzen, die Tiere, das Wetter, die Geschichte, interessante Orte – kurz: wer alles über den Algarve wissen möchte, vor allem auch darüber unter welchen Voraussetzungen die heutigen Verhältnisse entstanden sind, für denjenigen ist dieses Buch einfach ein Muss!

Ich selbst habe es – glaube ich – 1996 gekauft. Und zu der Zeit fand ich noch fast buchstabengetreu die in dem Buch beschrieben Verhältnisse vor. Danach setzte ein rasanter, beinahe schon unglaublicher Wandel in den äußeren Lebensumständen des Algarve ein. Mit jedem Besuch konnte ich weitere Veränderungen entdecken. Zum Beispiel sind die Zweitakt-getriebenen kleinen Dreiräder, die früher auf jeder Straße dort zu sehen waren so gut wie vollständig verschwunden. Auch die Mulikarren, die mich als langjährigem Pferdemenschen so begeistert hatten, gibt es fast gar nicht mehr. Die Straßenverhältnisse haben sich vielerorts vollständig verändert und vieles andere ist auch anders geworden. Es gibt zum Beispiel mehr Wasserleitungen und weniger Menschen, die auf das Wasser holen am Brunnen angewiesen sind. Ich hoffe sehr, dass die Veränderungen sich auf das Leben eines Großteils der einheimischen Bevölkerung wirklich positiv ausgewirkt haben. Wenn die in dem Buch als “Armutskarren“ bezeichneten Dreiräder wirklich deshalb verschwunden sind, weil deren ehemalige Besitzer sich inzwischen tatsächlich Besseres leisten können, dann sollte es wohl gut sein, so wie es jetzt ist.

Und trotzdem ist dieses Buch für meinen Begriff kaum zu übertreffen, wenn es darum geht, die Hintergründe des algarvischen Lebens ein klein wenig besser vielleicht in vielen Dingen auch viel besser erkennen und durchschauen zu können. Natürlich ist vieles von dem, was dort beschrieben ist, auch nach wie vor noch aktuell und es mag dem Leser überlassen bleiben, sich selbst ein Bild zu machen davon, was er noch vorfindet, und davon, was verändert worden ist.

Die einzige mir bekannte noch verbliebene Bestellmöglichkeit für “Im Algarve sein” habe ich auf der Homepage des Autors Volker Gold selbst gefunden. Hier ist die Internetadresse:

http://www.sotavent.de/algarve.htm

Volker Gold schreibt einen angenehm lesbaren flüssigen Stil, so dass man ihm gern durch den gesamten Inhalt des Buches folgen mag.

Es ist wirklich schade, dass dieser engagierte Algarve-Kenner offensichtlich keine Neuauflage seines Werks in Planung hat!

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